Säureätztechnik in der Zahnmedizin
Säureätztechnik ist eine Methode zur Vorbehandlung des Zahnschmelzes, bei der die Oberfläche durch Ätzen mit Säure mikroretentiv gemacht wird. Dies ermöglicht eine feste Verbindung von Füllungsmaterialien wie Kompositen, Keramikinlays oder Fissurenversiegelungen mit dem Zahnschmelz.
Merkmale und Funktionsweise:
- Verwendung von Phosphorsäure (30–50 %) zur Aufrauung der Zahnoberfläche
- Erzeugung von Mikroporen für eine bessere Haftung des Füllungsmaterials
- Verbesserung der Randdichtigkeit und Reduktion von sekundärer Karies
- Schaffung einer mikroretentiven Oberfläche durch Entfernung von etwa 10 μm Zahnschmelz
Vorteile der Säureätztechnik:
- Ermöglicht eine starke mechanische Verbindung zwischen Zahn und Restauration
- Verbessert die Langlebigkeit und Stabilität von Füllungen und Inlays
- Reduziert das Risiko von Randspalten und bakteriellen Infektionen
Nachteile:
- Irreversibler Verlust einer dünnen Schicht Zahnschmelz
- Erfordert präzise Anwendung, um Überätzung und Schäden zu vermeiden
- Kann bei unsachgemäßer Durchführung zu unzureichender Haftung führen
Anwendungsbereiche:
- Befestigung von Kompositfüllungen, Keramikinlays und Veneers
- Vorbereitung für Fissurenversiegelungen
- Einsatz in der adhäsiven Befestigung von Kronen und Brücken
Säureätztechnik ist ein essenzielles Verfahren in der restaurativen Zahnmedizin, das die Grundlage für langlebige und stabile zahnärztliche Restaurationen bildet. Ein sorgfältiger Einsatz dieser Technik gewährleistet optimale Ergebnisse bei minimalem Substanzverlust.